Das Interesse an persönlichen Pressegesprächen ist trotz Corona mit 65 Prozent unverändert


02 Nov
02Nov

Das Interesse von Journalisten an der Teilnahme an Präsenz-Pressekonferenzen ist in Deutschland trotz der Corona-Pandemie weiterhin hoch. Das hat eine Umfrage von Scrivo Public Relations aus München ergeben. Bei der Online-Erhebung wurden Medienvertreter unterschiedlicher Ressorts aus München, Köln, Hamburg, Frankfurt und Berlin befragt, inwieweit sie sich die Teilnahme an analogen Medienevents aktuell vorstellen könnten. Insgesamt nahmen 173 Journalisten an der Umfrage teil. Während fast 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer diese Frage positiv beantworteten, haben knapp 30 Prozent der Journalisten im Moment kein Interesse an analogen Präsenz-Pressekonferenzen. Mehr als die Hälfte davon befürwortet diese Veranstaltungen erst ab 2021.

Laut der Umfrage ist das Interesse an Pressegesprächen im Zuge der Corona-Pandemie für 65 Prozent der Teilnehmer unverändert. Knapp zehn Prozent signalisierten sogar einen höheren Bedarf als vorher. Allerdings sieht mehr als ein Drittel der Medienvertreter die Umsetzung von Corona-Schutzvorkehrungen als Bedingung für eine Teilnahme. Notwendig dabei für neun von zehn Journalisten: Die Einhaltung von Abstandsgeboten gemäß den bundesweiten Verordnungen. Mehr als die Hälfte der Befragten legt zudem großen Wert auf eine beschränkte Teilnehmerzahl sowie auf die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln.

Der beste Zeitraum zur Durchführung von Pressegesprächen ist laut der Erhebung der Vormittag, 55 Prozent bevorzugen diesen Tageabschnitt, zwei von zehn Personen könnten sich einen Zeitraum in den Mittagsstunden vorstellen. Deutlich über drei Viertel aller Interessierten halten eine Länge von unter einer Stunde für angemessen, zwei von zehn Journalisten halten sogar weniger als 30 Minuten für ausreichend.

Auch wenn dank der Digitalisierung eine weltweite Kommunikation zu jeder Zeit möglich ist, bestehen aufgrund der physischen Beschränkungen Grenzen. Das sehen auch nahezu alle Befragten so: Über 90 Prozent der Journalisten würden ein analoges Präsenz-Pressegespräch einem virtuellen vorziehen. Hauptgrund für mehr als drei Viertel ist die Möglichkeit zur Interaktion mit dem Veranstalter, knapp 60 Prozent der Befragten nennen den Austausch mit Kollegen.

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